DFG-SPP 2176: Das iranische Hochland: Resilienzen und Integration in vormodernen Gesellschaften

+++ Funding for Iranian researchers available +++

The Iranian-German project 'The Iranian Highlands: Resilience and Integration of Premodern Societies' is a consortium of projects geared towards the elucidation of long-term developments in the Iranian Highlands.

We invite Iranian researchers (PhD; connection with an Iranian university or research Institute) to submit proposals for projects of one year in duration that can contribute to the goals of the program.

The deadline for submission is the 25th of February, 2020. Applications should consist of a brief project description (max. 2500 words) including project goals, methods to be applied, schedule and a budget (not exceeding 4.000 Euro). Proposals must be submitted in English.

Please send the application in electronic form to the following email address: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

The scientific board of the "Iranian Highlands" project, consisting of three Iranian and three German scholars, will review the applications and announce results by March 14, 2020.

Further information

For details of the program, please check https://iranhighlands.com/index.php/en/ or https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/402379177?language=en

For questions, the committee of the grants program is at your disposal: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!



An­trag­stel­le­rin­nen / An­trag­stel­ler: Professor Dr. Reinhard Bernbeck
Freie Universität Berlin
Institut für Vorderasiatische Archäologie
Professorin Dr. Susan Pollock
Freie Universität Berlin
Institut für Vorderasiatische Archäologie
Fachliche Zuordnung: Ägyptische und Vorderasiatische Altertumswissenschaften Förderung: Förderung seit 2019
Projektkennung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 424609853

Projektbeschreibung

Während der iranischen Ausgrabungen der Jahre 2006-2011 am Tappeh Sofalin in der Varamin-Ebene des nördlichen Zentral-Iran wurden zahlreiche Artefakte eines komplexen Buchführungssystems gefunden, darunter Versiegelungen, Siegel und Tontafeln der protoelamischen Zeit (spätes 4. Jt. v.Chr.). Anders als im benachbarten Mesopotamien, wo ein ähnliches Verwaltungssystem mit der Entstehung großer städtischer Zentren verbunden ist, wird das Auftreten protoelamischer Verwaltungsartefakte auf dem iranischen Zentralplateau begleitet von einem allgemeinen Rückgang der Besiedlung und einem nur mäßigen Wachstum der primären urbanen Zentren. Nach Meinung etlicher Forscherinnen und Forscher verweisen derartige Siedlungsentwicklungen auf die grundlegende Rolle von pastoralem Nomadismus bei der Entwicklung komplexer Gesellschaften im Hochland von Iran. In dem hier vorgestellten Projekt untersuchen wir Mobilität als wichtigen Faktor für Siedlungsverhalten und Wirtschaftsstrukturen des 4. Jts. v.Chr. Im Unterschied zu den Nomadismus-Thesen sichten wir Evidenz für langfristige Mobilitätsrhythmen und untersuchen deren Relationen zu einer hochdynamischen natürlichen Umgebung in der Varamin-Ebene. Das Projekt erforscht die sich ändernden Strategien der Gesellschaften des 4. Jts. v. Chr., die ihr soziales Leben im Kontext herausfordernder natürlicher Verhältnisse einrichten mussten. Wir postulieren, dass unterschiedliche Rhythmen, Frequenzen und Formen sozialer und wirtschaftlicher Mobilität entscheidende Elemente einer resilienten Lebensweise für diese Region waren.