Fellow Program 2021

The Iranian-German DFG Priority Program (SPP 2176) 'The Iranian Highlands: Resilience and Integration of Premodern Societies' invites applications for a new Fellow Program in 2021. This fellowship supports short-term research visits for young researchers (early career researchers) at universities or institutions that are associated with the SPP 2176.
The SPP 2176 is an interdisciplinary research program focusing on expressions of resilience in premodern Iranian Highland communities, their environment and long-term developments in the Iranian Highlands. It is represented by 12 individual projects employing archaeology, inorganic and organic archaeometry, geo-sciences, ancient history, Near Eastern studies and linguistic research. Key research areas are: i) Landscapes and raw material regimes; ii) Daily life and institution; iii) Mobility and networks.
We invite researchers and particularly Iranian young researchers to submit proposals for the Fellow Program 2021 to carry out their own research in cooperation with a university or institution that is associated with the SPP 2176. Young researchers can apply for the funds by submitting separate applications for travel cost and research expenses. For both forms of applications (travel and research) the agreement of the respective institution is required. In addition to the fellowship, a family allowance for parents with young children can be granted. Due to the current situation the program will additionally support successful applicants in mandatory measures related to Covid-19 when necessary. The following average rates can be considered as a guideline for the Fellow Program:


Travel costs / fellows from Iran: up to € 800,-
Travel costs / fellows from Europe: up to € 500,-
Travel costs / fellows from Overseas other than Iran: up to € 1000,-
Research grants for Iranian scientists: up to € 2500,-
Family Allowance: up to € 800,-


Applications should consist of a brief project description (max. 700 words) including project goals, applied methods, a research schedule, a feasible and detailed budget plan and a commitment from the host university or institution for research and/or travel costs.
The Fellow Program supports any kind of research activity (e.g. archaeological, laboratory or archival research, museum studies, or workshop or conference contributions) but proposals have to relate to at least one of the listed key research areas; proposals must be submitted in English.
The deadline for submission is 15. November 2020. Proposals submitted after the deadline and proposals that do not meet the above listed requirements will not be considered.
Successful applicants will be notified in January 2021.


Please send your application to: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


For details of the program, please check https://iranhighlands.com/index.php/en/ or https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/402379177?language=en 
For questions, the committee of the grants program is at your disposal: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


*** Please note that 'The Iranian Highlands' Fellow Program also includes opportunities for Senior and Junior Fellows starting in late 2021. ***

An­trag­stel­le­rin­nen / An­trag­stel­ler: Professorin Dr. Birgitt Hoffmann
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften
Lehrstuhl für Iranistik
Professor Dr. Lorenz Korn
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften
Lehrstuhl für Islamische Kunstgeschichte und Archäologie
Fachliche Zuordnung: Ägyptische und Vorderasiatische Altertumswissenschaften
Islamwissenschaften, Arabistik, Semitistik
Förderung: Förderung seit 2019
Projektkennung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 424142753

Projektbeschreibung

Die Dynastie der Ilkhane (ca. 1256-1335), begründet durch Dschingis Khans Enkel Hülegü, hatte einen prägenden Einfluss auf die politische, demographische, soziale und kulturelle Verfasstheit Irans. Zum ersten Mal seit der islamischen Eroberung im 7. Jahrhundert bildete Iran wieder eine eigenständige politisch-territoriale Entität. Das Reich der Ilkhane war umzingelt von Feinden (den Mamluken, den rivalisierenden mongolischen Reichen der Goldenen Horde und der Chaghataier) und war damit in territoriale Schranken verwiesen. Zustrom und dauerhafter Verbleib einer großen Zahl von reiternomadischen Mongolen und Türken in ein von Seßhaftigkeit und Landwirtschaft geprägtes Habitat stellte für Eroberer wie Eroberte eine Herausforderung dar. Allianzen zwischen mongolischen und einheimischen Eliten waren die Folge. Phänomene und Prozesse der Resilienz und der Integration sind auf beiden Seiten zu beobachten. Für die Aufrechterhaltung ihres nomadischen Lebensstils mussten sich die Mongolen in den Regionen konzentrieren, die dafür geeignet waren, d.h. im in den nördlichen und nordwestlichen Regionen des iranischen Hochlandes. Die iranischen Verwaltungskader begleiteten das eigentliche Zentrum der Macht, das herrscherliche Hoflager (ordu) auf dessen Wanderungen. Die Ilkhane waren begeisterte Bauherren. Auf ihren Befehl entstanden Bauten und Siedlungen entlang ihrer Wanderungsrouten, wurden Städte erweitert oder sogar neu gegründet. Infolge von Erdbeben, Kriegshandlungen oder gezielter Zerstörung sind nur wenige architektonische und archäologische Überreste der Mongolenzeit sichtbar. Ihre Erforschung wird zusätzlich erschwert, weil Mongolenzeit in der iranischen Forschung eher vernachlässigt wird.Zum besseren Verständnis von Raumkonzepten, Migrationsmustern und Stadtentwicklung wird unser transdisziplinäres Projekt Textquellen und archäologische Befunde wechselseitig füreinander fruchtbar machen. Ein erstes Ziel ist es, Wanderungsrouten und saisonale Halteplätze ausfindig zu machen und in einer georeferenzierten Karte zu dokumentieren. Diese bildet den Ausgangspunkt für punktuelle Feldforschung. Ein Ort, der sich hierfür anbietet, ist die Gegend um Bustanabad (ca. 60 km südöstlich von Tabriz). Erste Sondierungen lassen vermuten, dass sich hier die bedeutende saisonale Residenz von Ujan befand. Mongolische Aktivitäten im Bereich Stadtentwicklung sind in narrativen und urkundlichen Quellen belegt. In Tabriz haben in deutsch-iranischer Kooperation Ausgrabungen zum Rabʿ-i Rashidi, eines der größten Stiftungskomplexe der damaligen Zeit, begonnen. Auch hier versprechen sich Textquellen und archäologische Funde auf das Beste zu ergänzen. Das beantragte Projekt will im Rahmen von drei Grabungskampagnen die vorgängigen Erkundungen weiterführen und ergänzen. Auch hier ist eine zu erstellende georeferenzierte Karte unentbehrlich für die weitere archäologische Feldarbeit.